Bertha Dudde 1891 - 1965
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Das Wesen Gottes -
Geistige Urschöpfung -
Fall der Geister

Autor:  Klaus Schmedemann

  
 

4. Das Wesen Gottes, Geistige Urschöpfung, Fall der Geister

Das ursprünglich von Gott im geistigen Reich ins Leben gerufene Wesenhafte waren wahrhaftige Ebenbilder Gottes, geistig wesenhafte Schöpfungen, Lichtwesen in vollständiger Erkenntnis des sie Umgebenden und aller Zusammenhänge mit- und untereinander, Miniaturen Gottes selbst in minimalster Verkleinerung und dennoch vollkommen, von höchster Intelligenz, unbeschränkt in ihren Möglichkeiten und pur Liebe, dem Urelement dessen, der sie erschaffen hat. Aus dem höchst vollkommenen Wesenhaften – Gott – wird immer nur ebenfalls Vollkommenes hervorgehen können, ansonsten Gott nicht vollkommen genannt werden könnte.

Der Beweggrund, der Gott zum Erschaffen von Wesenhaftem bewog, bestand darin, den Zustand des Alleinseins, den er als Manko empfand, zu beheben. Denn Gott sehnte sich nach Ewigkeiten beglückender schöpferischer Betätigung zur eigenen Seligkeit nach Wesenhaftem, mit dem er sich austauschen konnte, um all dies zu teilen, ist er doch der einzige Kraftquell in der gesamten Unendlichkeit, der allein die Fähigkeit besitzt, unbegrenzt Kraft aus sich selbst heraus zu erzeugen und in die Unendlichkeit zu verstrahlen. Es gibt nichts anderes Wesenhaftes außer ihm, das eigenständig und unbeschränkt über Kraft verfügt. Somit ist zwar auch alles Geschaffene von ständiger Zufuhr göttlicher Kraft abhängig, um grundsätzlich im Zustand der Existenz verbleiben zu können, diese ewige, absolute Abhängigkeit aber nach göttlichem Willen dem Wesenhaften selbst nicht spürbar. Gott ist nach eigenem Bekunden die Liebe selbst (Allgüte), Weisheit und Kraft in höchster Potenz, völlig makellos, ansonsten die göttliche Ordnung schon längst in ein selbstzerstörerisches Chaos entartet wäre. Gott ist reiner Geist und dennoch wesenhaft - mit Ich-Bewusstsein, Denkfähigkeit und freiem Willen in höchster Vollkommenheit - dennoch nicht personifizierbar (Delokalität = nicht in einem bestimmten Ereignisraum konzentrierbarer Wesenskern), denn er unterliegt keinerlei Beschränkung, weder durch Raum noch durch Zeit, noch durch irgendwelche einschränkenden Zustände einer begrenzenden Formgebung. Er kennt keine Begrenzungen seines Handelns, um das auszuführen, was seine Weisheit als sinnvoll erkannt hat (Allmacht). Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind eins für ihn, sodass ihm die Auswirkungen allen Tuns oder Unterlassens bereits bekannt sind, noch bevor sie geschehen (Allwissenheit). Daher kennt er auch zudem jede innerste, feinste Herzensregung eines jeden seiner Geschöpfe zu jeder Zeit.

Das nun einzige, direkt aus Gott in Vollkommenheit herausgestellte Wesen, der Lichtträger (Luzifer), ist der Erzeuger der Unzahl aller belebten Wesenheiten, die er in Äonen beglückenden Zusammenwirkens mit Gott – durch Nützen der unbegrenzt ihm zuströmenden göttlichen Schöpferkraft – ins „Leben“ rief. Dieses zahllose Heer seliger Lichtwesen wirkte und schaffte im göttlichen Lichtreich Ewigkeiten hindurch zur eigenen Freude und Erbauung.

Doch dieser Zustand genügte Gott nicht; Er wollte die Seligkeit seiner Geschöpfe noch ungemessen erhöhen, er wollte von Wesenhaftem umgeben sein, das nicht an seinen Willen gebunden war, indem es aufgrund seiner Erschaffungsmerkmale nicht anders konnte, als in göttlichem Willen zu denken oder zu handeln. Er wollte wahrhaftige „Kinder“, die aufgrund einer freien Entscheidung der göttlichen Ordnung entsprechen und in ihr verbleiben wollten. Er gab ihnen allen also von Beginn an das göttliche Attribut des freien Willens, die Möglichkeit also, Ereignisse und Vorgänge zu bewerten und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen, Eigenschaften also, ohne die ein höchst vollkommenes Wesen nicht denkbar wäre.

Es gibt nun einen wichtigen Umstand, der für alle Zeit (mit einer Ausnahme) Gültigkeit haben wird: Das erschaffene Wesenhafte kann die ewige Gottheit in ihrer ganzen Urfülle nicht direkt wahrnehmen, ohne dabei durch das geistige Licht, dass ihm dann erstrahlte, vergehen zu müssen – somit bleibt Gott seinem Geschöpflichen stets verhüllt und daher nur indirekt wahrnehmbar. Dies wäre im übrigen auch eine mögliche Urbegründung für prinzipiell allen „Glauben“, der gefordert werden muss, weil ein direkter Beweis (direktes Erschauen des göttlichen Urlichtes) mit dem Vergehen des Geschöpflichen verbunden wäre, was die Liebe Gottes aber verständlicherweise verhindert.

Dieses Erkennen der vollständigen Abhängigkeit von göttlicher Kraftzufuhr, dieses nicht-schauen-könnend, setzte im Lichtträger sonach einen schleichenden Prozess in Gang, der in Neid auf den Urheber der schöpferischen Kraft, in Misstrauen, in Überheblichkeit und der irrigen Annahme mündete, seinen Gott und Schöpfer übertrumpfen zu können und indem er ihn als nicht-seiend hinstellte, die Unzahl der von ihm ins Leben gerufenen, ihn in aller Pracht und Herrlichkeit erblickenden Wesen nun durch seine Aktivität zu einem Entscheid drängend, welchem Herrn sie folgen wollten – und die geistige Welt spaltete sich.

Luzifer zog als Folge seines Handelns einen großen Teil der urgeschaffenen Wesen, der ihm dennoch in aller Freiwilligkeit folgte, in die Tiefe hinab, über den er nun herrscht als Fürst der Finsternis. Der Tiefe zuzustreben heißt, sich geistig von Gott zu entfernen, der göttlichen Ordnung zuwiderzuhandeln und einen vollends gegensätzlichen Zustand anzunehmen.

So entstand neben dem geistigen Lichtreich Gottes ein Bereich, in dem die göttliche Ordnung umgestoßen wurde und der Lichtträger, nun als Gegenpol Gottes, seinen Einfluss geltend macht und er seine Macht dabei auf seinen Anhang stützt. Diesen Anhang ihm wieder restlos zu entwinden ist Hauptteil des göttlichen Rückführungswerkes, das nun seinen Anfang nimmt.

Ursprünglich vollkommene, geistige Wesen traten aus der göttlichen Ordnung heraus und wurden unvollkommen, sie fielen in die Tiefe, indem sie sich innerlich von Gott entfernten, was sich in Abwehr der ihnen zuströmenden göttlichen Kraft, in Erkenntnislosigkeit, verwirrtem Denken, schädlichen Handlungen, Annehmen von völlig der göttlichen Ordnung entgegengesetzten Eigenschaften, Qualen, Antriebslosigkeit, Apathie bis hin zur völligen Erstarrung sämtlicher Aktivität, dem geistigen Tod, äußerte. | Weiter zum nächsten Kapitel |

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