Bertha Dudde 1891 - 1965
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Die Entstehung
der materiellen Schöpfung

Autor:  Klaus Schmedemann

  
 

5. Die Entstehung der materiellen Schöpfung -
                         Der Gang der von Gott abgefallenen Urgeister
                         durch das Naturreich bis zur Menschwerdung

Gott hinderte also den Abfall der Wesen um ihrer Willensfreiheit wegen nicht, denn er ersah von Ewigkeit nicht nur die letztendlich erfolgreiche Möglichkeit, alle wieder zurückzugewinnen, sondern auch den Seligkeitsgrad des Wesenhaften noch ungemessen zu erhöhen, indem auch alle diese Rückkehr in völlig ungezwungenen, freien Willensentscheid vollziehen können.

So ersann sich Gott zum Zwecke der Rückführung des gefallenen Geistigen die materielle Schöpfung und den damit verbundenen Gang des Geistigen durch materielle Schöpfungswerke. Er formte erstarrtes Geistiges zu Materie, löste die wesenhaften Urgeister in Fragmente auf, wobei diese ihr Ich-Bewusstsein verloren und zeugte alles in mannigfaltige materielle Schöpfungswerke ein, stellte alles unter seinen Willen, was für dieses in der Form gebundene Geistige ein unausweichliches Befolgen der Naturgesetze bedeutet. Vom härtesten anorganischen Material über die Mikroben-, Pflanzen- und Tierwelt bis hinauf zu seiner letzten Verkörperung in einer Außenform, immer wieder muss sonach gebundenes Geistiges ausreifen, d.h. langsam seinen Widerstand aufgeben, indem es zwangsweise veranlasst wird, allmählich wieder zum Leben zu kommen, weil es das tun muss, wozu es freiwillig nicht bereit wäre, nämlich Liebe zu üben – und Liebe üben bedeutet dienen, in welcher Weise das auch immer geschieht – indem das eine für das andere da ist und in irgendeiner Weise zum Entstehen und Erhalten beiträgt. Durch ständiges Dienen im Mussgesetz wird der Widerstand des Geistigen sicher nach und nach verringert und sein Reifegrad höher und höher entwickelt.

All dies ist die Ursache dessen, was natürlicherweise zu beobachten ist:  Das ständige Leben und Sterben in der Natur, das Werden und Vergehen der biologischen Geschöpfe, die mit dem Tod der jeweiligen Außenformen wieder gereifteres Geistiges freigeben, das sich dann mit anderen gleichreifen Anteilen in immer komplexeren Formen, die immer leichter verformbar sind und dem Geistigen immer anspruchsvollere Aufgaben stellen, vereinigen, bis wieder alle Fragmente eines einstmaligen Urgeistes zusammengeführt sind und diesem in einer letzten materiellen Form – eben als Mensch, als Krone der Schöpfung – diejenigen Attribute wieder verliehen werden, die ihn als ein Geschöpf göttlichen Ursprungs kennzeichnen; Denn erst das nach langer Zeit wieder gewährte Ich-Bewusstsein, die Denkfähigkeit und der freie Wille gestalten die Menschenseele, den ehemals gefallenen Urgeist, wieder zum „Bild“, das „Gott“ (und dem bei ihm verbliebenen, nicht-gefallenen Geistigen) von den geistigen Grundvoraussetzungen her „gleich“ ist (s.a. Röm 8, 19-22; Joh 8, 23).

Danach ist die materielle Schöpfung einerseits die direkte Folge des Vergehens der Wesen einstens gegen Gott, zum anderen aber auch das Mittel, sie sicher wieder zurückzugewinnen, weil damit dem gefallenen Geistigen die Ausreifungsmöglichkeiten zur Aufwärtsentwicklung geboten sind; All dies geht durchaus mit der wissenschaftlichen Forschung konform, die enorme Zeitspannen für die Entstehung und Entwicklung der irdischen Lebensformen feststellt, denn die materielle Schöpfung ist nicht für Gott, sondern für seine gefallenen Geschöpfe entstanden, die eben diese langen Zeiträume brauchen, um geistig ausreifen zu können. | Weiter zum nächsten Kapitel |

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