Bertha Dudde 1891 - 1965
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Zum Formalen
des Offenbarungswerkes:
Syntax, Semantik
und psychologische Wirkung

Autor:  Klaus Schmedemann

  
 

2. Zum Formalen des Offenbarungswerkes:
                         Syntax, Semantik und psychologische Wirkung

Das überwiegend als tägliche Einzelkundgabe empfangene Gesamtwerk ist bis zur Kundgabe Nr. 9030 fortlaufend nummeriert und datiert. Die Kundgaben behandeln in ihrer direkten Aufeinanderfolge überwiegend abgeschlossene Aussagen oder Belehrungen zu unterschiedlichen geistigen Sachverhalten, die erst nachträglich zu Themenschwerpunkten zusammengefasst werden können.

Die geistigen Einzelaussagen vernetzen sich untereinander zu einer in ihrer Gesamtheit nahezu widerspruchsfreien, in sich schlüssigen Weltanschauung, die eine relativ weitgespannte, aber dennoch zutiefst christlich begründete Interpretation der Wirklichkeit mit gewissen im weitesten Sinne gnostisch, buddhistisch und hinduistisch verwandten Aspekten verbindet. Dennoch ist die Gesamtanschauung nicht synkretistisch, bildet somit nichts Neues durch Verschmelzen unterschiedlicher Religionsformen, weil der rein christliche Aspekt in seiner Bedeutung absolut dominant hervortritt und durch zusätzliche Kriterien noch tiefer begründet wird.

Der Umfang dieses Werkes überspannt einen deutlich größeren zeitlichen und ereignisbezogenen Rahmen als die christliche Bibel und beschreibt zudem jenseits der menschlichen Erfahrbarkeit liegende Existenzbereiche. Dennoch widerspricht das Werk dem biblischen Text nicht, sondern bettet ihn statt dessen in einen sinnerweiternden Zusammenhang ein. Als Folge davon wird manche biblische Aussage deutlich verständlicher und so manche Anwendung des Mysterienbegriffs wäre entbehrlich.

Die sprachliche Gestaltung der Kundgaben lässt stets nur eine eindeutige geistige Begrifflichkeit zu; Eine aufgestellte Behauptung wird meist unmittelbar darauf entsprechend begründet. Es ergibt sich der subjektive Eindruck, dass die menschliche Individualität bezüglich ihrer geistigen Fähigkeiten und Bedürftigkeiten als vollwertig akzeptiert ist, die es göttlicherseits somit zu berücksichtigen gilt, wenn der freie Wille und die Unabhängigkeit des Einzelnen nicht angetastet werden sollen. Die Art und Weise, wie dieses Geistesgut vermittelt wird, erscheint deshalb wie ein ernsthaftes, verständliches und durchaus nachvollziehbares Argumentieren, ein Umwerben, ein Locken der Seele mit dem erklärten Ziel, Zuneigung, Respekt und Glaubwürdigkeit überwiegend durch Zuwenden von „Liebe“ und nicht durch Demonstration von Stärke und Macht gewinnen zu wollen.

Dieser Eindruck wird durch die größtenteils verwendete, auffällige, persönliche Ansprache in Ich-Form verstärkt, die Gott selbst als Quelle vorgibt, eine Form, die durchaus auch bei anderen als Neuoffenbarungen bezeichneten Verlautbarungen vorkommt. Diese persönliche Ansprache hat zudem das Potential ein wechselwirkendes Verhältnis zwischen Ansprechendem und Angesprochenen zu erzeugen, das den Kundgaben einen gewissen zusätzlichen Glaubwürdigkeitsanspruch verleihen kann.

Außerdem geht von der ganzen Art und Weise der Wortwahl, des Satzbaus, der sprachlichen Rhythmik und der begrifflichen Argumentation ein schwer zu beschreibender Eindruck von direkter, umsorgender Bezogenheit und als Folge davon eine gewisse psychologische Resonanz aus, die subtil aber nachhaltig die Seele des Lesenden anzusprechen vermag; In den Kundgaben selbst wird diese Eigenschaft mit der Kraft erklärt, geistiges Leben spenden zu können, die dem göttlichen Wort direkt innewohnen soll. Dieses Wort hat nach eigenem Bekunden die Fähigkeit, für sich selbst zu sprechen und beansprucht von sich, die Stimme des Hirten zu sein, die seine Schafe sprichwörtlich erkennen und ihr folgen, wenn ihr Wille dem nicht grundsätzlich entgegengerichtet ist.

Als eine grundlegende Essenz der Kundgabentexte besteht eine völlige Freiheit der Willensausrichtung des Menschen während seines gesamten Erdendaseins. Im Gegenzug aber fordert eben diese Freiheit eine noch weitgehend unbekannte Verantwortlichkeit des menschlichen Handelns oder Unterlassens in einer geistigen Tragweite ein, die selbst traditionell christliche Lehren in dieser Konsequenz bisher nicht kennen. | Weiter zum nächsten Kapitel |

 
 

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