Bertha Dudde 1891 - 1965
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„Verzerrtes“ Gottesbild -
Zeitdauer der Rückkehr
zu Gott, ewige Verdammnis?

Autor:  Klaus Schmedemann

  
 

15. „Verzerrtes“ Gottesbild - Zeitdauer der Rückkehr zu Gott

Nichts ist der ewigen göttlichen Liebe zuwiderlaufender als eine Darstellung Gottes als strafender, zürnender Richter, der letztendlich unbarmherzig verdammt, was sich nicht seinem Willen fügt. Deshalb zieht sich diese eine wichtige Aussage wie ein roter Faden durch das gesamte Neuoffenbarungswerk Bertha Duddes, nämlich dass nicht Gott selbst für Vergehen gegen seine Ordnung bestraft, sondern das Wesenhafte sich - teils direkt, teils indirekt - die zu ertragenden Konsequenzen seines Verhaltes selbst schafft.

Die göttliche Liebe ihrerseits ist ausschließlich bestrebt, dem Gefallenen aus der Tiefe zur Höhe emporzuhelfen, muss aber dort vorübergehend zurücktreten, wo der eigene Wille des Wesens vorspricht und andere Ziele verfolgt.

Weiterhin nachvollziehbar sind die archaischen Vorstellungen von Himmel und Hölle als Orte der Glückseligkeit oder einer nie endenden Qual und deshalb als lediglich bildhafte Vergleiche für die selbstgeschaffenen geistigen Zustände des Wesenhaften zu verstehen.

Doch gerade die Vorstellung einer niemals endenden, ewigen Verdammnis von Seelen am Ende aller Tage kann schon daher nicht zutreffend sein, weil sie bedeutete, dass es dem Gegner Gottes gelungen sein würde, von Gott erschaffenes Wesenhaftes, das daher auch göttlicher Anteil ist, erfolgreich und zeitlich unbegrenzt von Gott fernzuhalten. Dies wiederum bedeutete, dass Luzifer, als selbst nur ein erschaffenes Wesenhaftes, letztlich mächtiger wäre, als die ewige Liebe, als Gott der Schöpfer selbst. Das aber ist unmöglich (selbst dann, wenn man Gott und Luzifer zunächst selbst nur als Metapher ansähe).

Der göttlichen Liebe als einzig wahrer Himmelsmacht kann auf Dauer nichts Wesenhaftes erfolgreich widerstehen – denn einmal ergibt sich ausnahmslos jedes Wesen freiwillig dieser wunderbaren, mild ziehenden Kraft, selbst wenn es sich für lange Zeit dieser sanften Lockung erfolgreich widersetzt.

Für Gott selbst ist jegliche Zeit ohne Bedeutung, selbst wenn sie sich nach Jahrmilliarden bemisst – für das unvollkommene Geschöpfliche jedoch ist Zeit sehr wohl wesentlich, denn sie bedeutet im Fall eines Widerstandes lediglich eine weitere Verlängerung seines unseligen Zustandes. Diese unnötigen Zeitverluste ohne Anwendung von Zwang zu verhindern ist zwar stetiges göttliches Bestreben, doch bestimmt letztlich jedes Wesen die Zeitdauer seiner Rückkehr zu Gott selbst.

So schließt sich letztendlich der Kreis, denn Schicksalsschläge oder Tragödien, die aus menschlichem Handeln resultieren und göttlicherseits zugelassen sind, haben durchaus sinnvollen Erziehungswert in Hinblick auf die daraus zu folgernde Erkenntnis, dass alle Ordnungen, die sich nicht auf die göttliche Liebe gründen, letztlich scheitern werden.

Nur mit direkter göttlicher Bestrafung als eine Art Sühne oder gar Rache für zuvor begangene, sündhafte Vergehen hat dies alles nichts zu tun, denn das Böse hat nicht seinen Ursprung in Gott, weil er aufgrund seiner höchsten Vollkommenheit solcherart geistige Anwandlungen niemals realisieren wird. | Weiter zum nächsten Kapitel |

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