Bertha Dudde 1891 - 1965
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BD 1967 25.6.1941

Gottes Wort ....
Gebet Gott, was Gottes ist ....
Obrigkeit ....

Was Gott bisher den Menschen gab, wurde nur immer von jenen Menschen angenommen, die ein außergewöhnlich starkes Wahrheitsverlangen in sich trugen; denn diese erkennen es als Gottes Wort. Und folglich wird sich das reine Wort Gottes selten Bahn brechen. In einer Zeit der Trübsal und der Not kommt das Wort Gottes zur Erde herab .... in einer Zeit, wo es den Menschen Trost bringen soll, wo es ihnen Kraft geben soll für den Erdenwandel.

Doch die Menschheit weiset es ab oder geht daran vorüber in Gleichgültigkeit. Sie beachtet es nicht, und daher kann es an Ihr auch nicht wirksam werden. Gott in Seiner grenzenlosen Liebe steigt immer wieder Selbst zur Erde herab im Wort. Er möchte Sich den Menschen nahen, Sich Selbst ihnen zum Bewußtsein bringen, Er möchte mit ihnen reden und ihnen Kraft vermitteln, doch sie verschließen ihre Herzen und gewähren Ihm keinen Einlaß.

Und darum wird die Trübsal auf Erden immer größer. Es wird sich das Leid steigern bis zur Unerträglichkeit, es wird eine Zeit kommen des tiefsten Elends, damit die Menschen dadurch zur Besinnung kommen und sie nun Gott suchen, auf daß Er ihnen hilft. Und dann wird das Wort Gottes vereinzelt Eingang finden unter ihnen und nun auch wirksam werden in seiner ganzen Kraft.

Es sind unzählige Möglichkeiten, wie es ihnen geboten wird .... von Mensch zu Mensch sowohl als auch in direkter Verbindung mit Gott, sofern der Mensch vertraulich und demütig Zwiesprache hält mit der höchsten Wesenheit, als deren Geschöpf er sich fühlt. Diese Entgegennahme des göttlichen Wortes ist wahrlich die beste, sie setzet aber auch eine gewisse seelische Reife voraus, d.h., eine Selbstveredlung muß zuvor angestrebt worden sein, ehe der Mensch fähig ist, die Stimme Gottes in sich zu vernehmen.

Und selten nur gestaltet sich der Mensch dem Willen Gottes gemäß, und darum ist auch das Vernehmen des göttlichen Wortes direkt nur selten .... Deshalb sollen die Menschen denen Gehör schenken, durch die Gott Sein Wort ihnen vermittelt, und sie sollen also das Wort durch Mittler entgegennehmen, denn immer bleibt es das reine Wort Gottes, das mit Seiner Kraft gesegnet ist .... Und sie sollen sich nur immer befleißigen, diesem Wort gemäß zu leben .... Dann werden sie sehr bald selbst gedanklich so belehrt und geleitet werden, daß sie alle Weisheiten aus Gott gedanklich entgegennehmen können.

Das göttliche Wort wird Balsam sein in schwerster Zeit, es wird Labsal sein denen, die kraftlos zusammenzubrechen drohen, es wird der Anker sein, der letzte Rettung ist, wenn das Lebensschifflein zu versinken droht. Denn diesem Wort entströmet alle Kraft .... Und wie sich auch die Welt dazu stellen mag, niemals wird sie es vernichten oder unwirksam machen können .... Denn es ist etwas Geistiges, was nimmermehr der Vernichtung anheimfallen kann. Es ist gedanklich den Menschen zu vermitteln und folglich jeder irdischen Gewalt unerreichbar.

Das göttliche Wort hat Ewigkeitsdauer, und wer es als höchstes Gut aufnimmt und es sich zu eigen macht, der wird gleichfalls sich ein Leben sichern von Ewigkeitsdauer, denn geistiges Gut ist unvergänglich, und wer es besitzt, der ist gleichfalls unvergänglich .... Alle Maßnahmen irdischerseits können niemals das Wort Gottes selbst berühren, wohl aber die Menschen unwillig machen, es anzunehmen, und sie berauben sich dann gewissermaßen selbst des größten Schatzes, so sie das göttliche Wort hingeben für irdische Vorteile ....

Was wider Gott gerichtet ist und wider Seine Gebote, das ist vom Widersacher den Menschen eingegeben, also auch niemals zu befolgen, wenngleich es eine Anordnung von irdischer Gewalt ist .... Gebt Gott, was Gottes ist .... und die weltlichen Anforderungen sollen erfüllt werden, solange sie sich nicht Gott entgegenrichten ....

Was von euch verlangt wird von der Obrigkeit, das sollt ihr tun, sowie es sich aber gegen Gott oder Seine Gebote richtet, sollt ihr Dem gehorchen, Der über allem steht, denn Er ist euer Herr, Dem alles untersteht .... Das göttliche Wort aber fordert Liebe .... Liebe zu den Mitmenschen .... und alle Handlungen, die ihr tut, sollen aus der Liebe geboren sein.

So jedoch anderes verlangt wird, ist der Gesetzgeber nicht von Gott den Menschen zugewiesen, sondern er nahm sich eine Macht, die ihm jedoch genommen werden kann, so er sich nicht dem göttlichen Willen fügt .... Gott ist die Macht, Die allein anzuerkennen ist, und die irdische Macht, die den göttlichen Willen erfüllt, wird auch von Gott unterstützt werden in allen ihren Maßnahmen und Handlungen. Es wird ein sichtbarer Segen auf allem ruhen, was sie beginnt. Und es wird eine seelische und geistige Höherentwicklung zu verzeichnen sein dort, wo jene Macht regiert .... denn sie arbeitet gleichsam mit Gott ....

Doch dann muß als sicherstes Merkmal auch das reine Wort Gottes verbreitet werden dürfen, es muß geistige Gemeinschaft gepflegt werden können, es muß ein friedvoller Zustand die Menschen untereinander verbinden, die gleichen Sinnes sind, und die Kraft des göttlichen Wortes muß überall unter der Menschheit wirksam werden, d.h., es müssen die Menschen, die das Wort annehmen, in engster Gottverbundenheit stehen und ständig in der Liebe leben, d.h. unentwegt liebetätig sein ....

Amen

 
 
 

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